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19. Juli 2004
Ausstellungseröffnung in der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen: "Widerstand im Nationalsozialismus"


 
Anläßlich des 60. Jahrestages des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 zeigt die Galerie in der Burg / Großbodungen eine Dokumentation: „Widerstand im Nationalsozialismus und: Die Kinder von Bad Sachsa“ in der Landvolkshochschule Hardehausen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montagabend, dem 19.Juli mit einem Vortag :“ Widerstand im demokratischen Staat“ von Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen.

Eingeleitet wird der Vortrag mit der Vorstellung der zu diesem Tage erscheinenden Publikation:“ Briefe aus der Kriegszeit.“ Der Band enthält im ersten Teil den Briefwechsel zwischen Raban Freiherr von Spiegel-Peckelsheim an seine Schwester Aloysia, der späteren Gräfin von Westphalen aus der Zeit von 1940 bis zum Tode Rabans im Juli 1941 in Russland.
Der zweite Teil enthält den Briefwechsel zwischen Wilhelm Graf von Westphalen- Fürstenberg und seiner späteren Frau, Aloysia von Spiegel aus der Zeit von 1942 bis Anfang 1945. Wilhelm Westphalen gehörte zur Zivilverwaltung in Nordfrankreich und wurde im Juli 1944 in Frankreich wegen Hoch- und Landesverrat zum Tod durch Erschießen verurteilt. Der Prozeß vor der Volksgerichtshof in Leipzig und die Haft - zunächst in Paris, dann bis zum Dezember 1944 in Torgau /Elbe– ist in Dokumenten, Briefen und Tagebucheintragungen hier erstmalig zusammengefasst und veröffentlicht.

Die Ausstellung zeigt Fotographien, Dokumente und bedeutende Texte zum Verständnis der verschiedene Widerstandsgruppen im Nationalsozialismus .So zum Widerstand aus katholischem und evangelischem Glauben, Widerstand der SPD und KPD, aus konservativem Denken, dem „Kreisauer Kreis“, Widerstand von Juden , ebenso wie die Flugblätter der „Weißen Rose“.
Ebenfalls zu sehen sind Schlüsseldokumente zu den Vorstellungen der Widerstandsgruppen für die Zeit nach einem gelungenen Attentat, so zur vorgesehenen Reichsregierung unter Carl Goerdeler.
Vielfach unbekannt ist, dass die Kinder der Mitglieder des Widerstandskreises vom 20. Juli in Sippenhaft genommen wurden und in ein Jugenderholungsheim der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) in Bad Sachsa zum Teil bis zum Ende des Krieges interniert waren. Die Ausstellung dokumentiert die Sippenhaft der „Kinder des 20.Juli“.

Die Ausstellung umfasst ca. 70 Objekte und war im Mai in der Galerie in der Burg , in Grossbodungen zu sehen; sie wird im Oktober in Weimar gezeigt werden.

Ausstellung und Vortrag sind dem Gedenken meines Vaters, Wilhelm, gewidmet.

Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen


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