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29. Oktober 2004
Frank Quilitzsch: "Dinge, die wir vermissen werden"


 
Der bekannte Schriftsteller und Kulturredakteur der Thüringer Landeszeitung Frank Quilitzsch ist zum zweiten Male Gast in der Burggalerie. Er wird im Rahmen der Ausstellung "Duckomenta" aus seinem Buch "Dinge, die wir vermissen werden" lesen.

Wann haben Sie das letzte Mal eine Schallplatte auf-gelegt, den Küchenherd angeheizt, die Kaffeemühle gedreht oder ein Telegramm verschickt? Wissen Sie noch, wie der Milchmann aussah, wie man das Farb-band wechselt oder wie ein Rechenschieber funktio-niert? Wenn Frank Quilitzsch zum seufzenden “Erika, meine Liebe” anhebt und meint, “Du verlangtest einen harten Anschlag”, dann gilt die wehmütige Erinnerung nicht einer mittels harter Hand gefügig gemachter Jugendliebe, sondern seiner DDR-Schreibmaschine gleichen Namens. Und schon allein das Kompositum “Dreieckbadehose” sorgt bei Le-sungen für einen kollektiven Lachanfall.
In seinem Buch “Dinge, die wir vermissen werden” erinnert der Autor sich liebevoll an jene Dinge, die noch vor zehn, zwanzig Jahren unseren Alltag mitbe-stimmt haben. Er erfragt, wie sich mit dem Ver-schwinden des Liebesbriefes auch die Rituale des Verliebtseins verändert haben. Und so werden die großen politischen, technischen und sozialen Verän-derungen der letzten Jahrzehnte durch den Blick auf solche, fast schon in Vergessenheit geratenen De-tails auf charmante Art und Weise sichtbar und sinn-fällig gemacht.
Quilitzsch ist promovierter Germanist, arbeitete als Lektor in Syrien und China und seit 1990 als Kultur-redakteur bei der Thüringischen Landeszeitung. Er hat fünf Bücher veröffentlicht, und für 2005 ist beim Aufbau-Verlag ein Fortsetzungsband geplant: “Noch mehr Dinge, die wir vermissen werden”.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Erfurt.


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