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06. September 2009
Ausstellungseröffnung: Die utopischen Indianerstädte der Jesuiten in Südamerika"


 
Eröffnung der Ausstellung: „Die utopischen Indianerstädte der Jesuiten in den Urwäldern Südamerikas “.
Das Programm finden Sie hier zu einem späteren Zeitpunkt.
Zum Besuch der Ausstellung

Die utopischen
Indianerstädte
der Jesuiten
in den Urwäldern
Südamerikas

Ausstellung aus Anlaß des 400.ten Jahrestages der
Gründung der ersten
Reduktion in Paraguay 1609

laden wir Sie, Ihre Familie, Freunde und Bekannte
herzlich ein.

Wenig bekannt ist, dass die Jesuiten mit Beginn des 17. Jahrhunderts im heutigen Grenzgebiet von Bolivien, Paraguay und in Nordargentinien Missionen gründeten. Dabei zählen eine Reihe von ihnen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Die Jesuiten kamen infolge der Eroberung Südamerikas durch die Spanier. Das Einmalige an dieser 150 Jahre dauernden Missionstätigkeit war die Gründung von Landstädten, sog. Jesuitenreduktionen, in denen die Missionare zusammen mit den Indianern lebten. Im behutsamen Umgang der mit den indianischen Sprachen und der Mentalität vertrauten Jesuiten entwickelten diese eine eigenständige Lebensform im christlichen Glauben: Gemeinschaftliches Wirtschaften, der weitgehende Verzicht auf Privateigentum verbunden mit der Anschauung von der Gleichheit aller Menschen kennzeichneten diese Lebensweise.
Die Landstädte waren in unterschiedlicher Architektur, jedoch stets mit großer Kunstfertigkeit in sich ähnelnden Grundrissen angelegt. Unter Anleitung der Missionare entwickelten die Indianer außerordentliche Fähigkeiten als Steinmetze und in der Kunst der Holzbearbeitung.
Die Jesuiten hatten erkannt, dass die Indianer sehr empfänglich für Musik und Theater waren und machten sich dies für ihre Missionstätigkeit zu Nutze: Eigene Musik wurde komponiert, der sog. Jesuitenbarock - in Europa weitgehend unbekannt.
Die utopischen Indianerstädte erzählen keine Erfolgsgeschichte mit Happy End. Die Landstädte der Jesuiten waren wirtschaftlich überaus erfolgreich. Und sie boten den Indianern Schutz vor Sklavenhändlern. Damit machte man sich Neider und Feinde. Gut 150 Jahre nach der ersten Gründung fand diese Form der Missionstätigkeit ein abruptes Ende: Der spanische König ließ die Jesuiten gefangen setzen und nach Europa zurückbringen. Ihre Städte zerfielen. Heute werden sie wiederentdeckt und restauriert.



Die Ausstellung zeigt die Architektur bedeutender Missionsstädte in Argentinien, Bolivien und Paraguay und versucht eine geschichtliche Einordnung.
Leihgaben der Jesuitenmission in Nürnberg ergänzen die Exposition.

Veranstaltungen

Sonntag, 6.09., 16.00 Uhr
Feierliche Eröffnung der Ausstellung mit
Vortrag und Musik aus den Missionsstädten

Sonntag, 13.09., 15.00 Uhr Vortrag:
„Das spanische Weltreich
und die Rolle der Orden in Südamerika“ – Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen

Ausstellungsführungen
25.10.; 22.11.; 20.12. jeweils 16.00 Uhr
Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen

Mission – Musik in Lateinamerika
Sonderkonzerte der Eichsfelder Musikschule
Samstag, 26.09., 16.00 Uhr:
Klosterkirche Reifenstein
Mittwoch, 7.10., 19.00 Uhr:
St. Aegidien Heiligenstadt

Wir sind der Kunst verbunden:
Landkreis Eichsfeld, Eichsfeldwerke und
Stiftung der Kreissparkasse Eichsfeld

Ausstellungsdauer:
6. September bis 20. Dezember 2009
Geöffnet Mittwoch bis Sonntag,
14.00 bis 18.00 Uhr;
für Gruppen Ausstellungsführungen und andere Termine nach Absprache
Eintritt: 3,- €, ermäßigt 2,- €
Zu den Ausstellungszeiten ist auch das
Café in der Kemenate für Sie geöffnet.


Die Ausstellung ist vom 6. September bis 20. Dezember (4. Adventssonntag) zu sehen.



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