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15. Oktober 2006
Ausstellungseröffnung "Thüringen im Blick" - Kollektivausstellung Thüringer Künstler


 
Die Ausstellung widmen wir dem im Frühjahr dieses Jahres verstorbenen großen Thüringer Maler Otto Paetz, dem die Galerie in der Burg sehr verbunden ist.
In der Ausstellung sind Arbeiten folgender Künstler zu sehen:
Siegfried Böhning, Andreas Brinkel, Dr. Klaus Dachselt, Thomas Fischer, Peter Hoffmann, Thomas Helmbold, Ralf Klement, Dr. Richard Kühnl, Armin Limmroth, Werner Löwe, Gerd Mackensen, Reinhard Mietzger, Ines Müller, Franz Prinich, Ilse Rex-Lenius, Marion Walther, Reinhard Wand, Susanne Worschech

Eröffnet wird die Ausstellung mit einem Vortrag: "Warum brauchen wir Kunst?" von Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen.
Der Eröffnungsvortrag hat zum Thema, dass die thüringische Landesregierung unter MP Dieter Althaus weitgehende finanzielle Kürzungen im Kulturhaushalt des Landes plant. Betroffen davon sind vor allem die Orchester und Theater - in Nordthüringen das Theater
Nordhausen, sowie das Loh-Orchester in Sondershausen. Mittlerweise hat kein
thüringisches Orchester mehr seine ursprüngliche Größe. Durch Auflösung und Fusion hat das Land bereits mehr als sieben Orchester verloren.
Da der Kulturetat nur ca. 2,6% am Gesamtetat der öffentlichen Haushalte in Thüringen ausmacht - davon ca.56% Land und 44 % Kommunen - können Kürzungen in diesem Bereich kein Mittel zur Haushaltssanierung sein.
Im "Landeskulturkonzept" (2005) stellte Kultusminister Goebel programmatisch fest, dass die Bewahrung der "kulturellen Substanz" ein "wesentlicher Ausgangspunkt" der thüringischen Kulturpolitik sei. Und erklärt überraschender weise, dass die Kulturfinanzierung, die um ca.20% gekürzt werden soll, aufeine "breitere Basis" gestellt werde.
In Art.30 der Verfassung wird - wie in nahezu allen Bundesländern- als
Staatsziel gefordert, "Kultur, Kunst und Brauchtum" durch das Land und seine Gebietskörperschaften zu schützen und zu fördern.
Die Ausstellung von 18 namhaften Künstlern und Künstlerrinnen aus Thüringen soll an den Umstand erinnern, dass Kunst kein Luxus ist, sondern Teil der Daseinsvorsorge. Und auch daran, dass die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte nicht dazu führen darf, den Zugang zu Kunst und Kultur vom Einkommen der Bürger abhängig zu machen. Die Verantwortung des Staats zeigt sich gerade darin, die Teilhabe an der Kultur für Jedermann offen zu halten. Private Veranstalter sollten sich aufgefordert fühlen, die Lücke zu schließen, die der Staat durch Rückzug aus der kulturellen Verantwortung
hinterläßt.


Die Ausstellung ist bis zum 3. Dezember zu sehen, Mittwoch bis Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt 2,- EUR, ermäßigt 1,- EUR. Zu den Ausstellungszeiten ist auch das Café in der Kemenate geöffnet.




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