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05. Mai 2006
Ausstellungseröffnung "Gefährliche Machwerke" - Zeitschriften und Bücher der DDR-Opposition


 
Erstmals werden systematisch erschlossene Originalexemplare des politischen und künstlerischen Samisdat gezeigt.


Programm der Ausstellungseröffnung

Begrüssung

Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen, Galerie in der Burg, Grossbodungen

Doris Liebermann, Vorstand der Stiftung
Aufarbeitung zur Aufarbeitung des SED-Unrechts, Berlin

Dr. Franz-Josef Schlichtung, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt

Hildigund Neubert, Thüringische Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Erfurt

Vortrag

„Gefährliche Machwerke“ – Zeitschriften und Bücher der DDR-Opposition
Dr. Ehrhart Neubert

Die Ausstellung ist bis zum 25. Juni zu sehen, Mittwoch bis Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr

Durch die Kontrolle aller veröffentlichten Schriften versuchte der SED-Staat jede Kritik zu unterbinden. Seit den 1960er Jahren versuchten daher Oppositionelle und kritische Intellektuelle eine unabhängige "zweite Öffentlichkeit" herzustellen. Sie gaben Zeitschriften, Bücher heraus. Diese Schriften wurden nach den ersten russischen Vorbildern "Samisdat",das heißt "selbst herausgegeben" bekannt.
Der Samisdat veröffentlichte politische Nachrichten, berichtete über Menschenrechtsverletzngen und Maßnahmen gegen Oppositionelle. Häufig wurde auch verbotenes philosophisches oder religiöses Gedankengut und von der Zensur unterdrückte Literatur abgedruckt. Schätzungsweise gab es 200 Samisdat-Zeitschriften, Einzelhefte oder Bücher.
Das MfS bekämpfte den Samisdat als "gefährliche Machwerke". Es gab Verbote, Geldstrafen, Beschlagnahmungen und Verhaftungen.


Wissenschaftliche Leitung, Auswahl und Texte der Ausstellung:
Dr. Ehrhart Neubert

Gestaltung und technische Ausführung:
Dr. Gerlinde Gräfin von Westphalen

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Ausstellungen".


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